24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

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Michael Winterhoff

Tyrannen müssen nicht sein

Warum Erziehung nicht reicht - AuswegeGÜTERSLOHER VERLAGSHAUS, 2009
Hardcover, Gebunden
In Zus.-Arb. m. Carsten Tergast, 2009. 192 S. 22 cm

MedienNr.: 302812

ISBN-10: 3579068997
ISBN-13: 9783579068992

€ 17.95

Borro-Rezension[mehr]

(Sozial-)psychologische Ursachen für “tyrannisches” Verhalten von Kindern und mögliche Auswege.

Das neue Buch des erfolgreichen Autors (vgl. BP 08/262) führt das Thema des von ihm so genannten tyrannischen Verhaltens von Kindern weiter, legt den Schwerpunkt aber auf die Suche nach den Ursachen. Nicht selten wird ein solches, für Kind und Erwachsene anstrengendes Verhalten durch eine Beziehungsstörung ausgelöst, in der das Kind keine Begrenzung für das eigene Ich erfährt, sondern ein manipulatives Verhalten erlernt. So werden Kinder zwar einerseits als selbständige Persönlichkeiten wahrgenommen, fungieren andererseits aber als unausstehliche Bestimmer. Grundlage dafür seien in der Regel drei verschiedene Beziehungsstörungen, die allesamt eine negative Auswirkung auf die psychische Entwicklung des Kindes haben: Man sieht das Kind als gleichberechtigten Partner, will vom Kind unbedingt geliebt werden oder nimmt das Kind als Teil des eigenen Ichs wahr. Daneben gibt es nicht selten verschiedenste Kommunikationsstörungen, die ein adäquates Umgehen mit anstrengenden Situationen nahezu unmöglich machen. Ein Zeichen von verantwortungsbewusster Erziehung wäre es, den Kindern Regeln entsprechend ihrer psychischen Reifeentwicklung beizubringen. Diese lässt sich zwar in Stufen unterteilen, aber entscheidend dabei ist, das Kind als Kind zu sehen, damit es in einem geschützten Rahmen aufwachsen kann. Die Lösung all dieser Probleme beginnt laut dem Autor bei der Selbstanalyse der Eltern und der Auflösung von Beziehungsstörungen. Des Weiteren sollten den Kindern sowohl in der privaten als auch in der öffentlichen Sphäre in einem weit größeren Ausmaß Strukturen vermittelt werden, die es ihm ermöglichen, den Übergang ins Erwachsenenleben problemlos zu meistern. - Das Buch ist kein Erziehungsratgeber im eigentlichen Sinne (und will es auch gar nicht sein), sondern ein lesenswerter Beitrag zur momentan notwendigen Diskussion über die Reifeentwicklung von Kindern und Jugendlichen als sozialen Wesen.

Veronica Schnurrer
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