24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

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André Brink

Die andere Seite der Stille

RomanOSBURG, 2008
Hardcover, Gebunden
Aus d. Engl. v. Michael Kleeberg, 2008. 410 S. 20,5 cm

MedienNr.: 559517

ISBN-10: 3940731072
ISBN-13: 9783940731074

Führen wir nicht bzw. nicht mehr.
€ 19.90

Borro-Rezension[mehr]

Südafrikaroman über eine starke Frau, die Anfang des 20. Jh. nicht an ihrem grausamen Schicksal zerbricht.

Die junge Waise Hanna verbringt eine harte Zeit im Waisenhaus und bei verschiedenen Dienstherren, die sie allesamt grausam behandeln. Sie erhofft sich ein besseres Leben in Südwestafrika, wohin deutsche Frauen um die Jahrhundertwende verschifft werden, um in der Kolonie als Ehefrauen oder Dienstboten deutscher Siedler ein neues Leben zu beginnen. Hannas Hoffnung erfüllt sich nicht. Gerade in Afrika angekommen, wird sie von einem Offizier vergewaltigt und grausam verstümmelt. Für immer entstellt und stumm landet sie im “Frauenstein”, ein Auffanglager für Frauen mitten in der Wüste. Durch ein weiteres traumatisches Erlebnis wird sie schließlich zur Mörderin und flieht zusammen mit ihrer Freundin Katja. Zusammen mit einer kleinen Gruppe ebenfalls schwer traumatisierter Afrikaner macht sie sich voller Hass auf den Weg, um Rache zu üben. - Der bekannte Südafrikaner André Brink zeichnet ein kraftvolles, aber unendlich grausames Bild der deutschen Kolonialzeit. Das Buch ist absolut nichts für schwache Gemüter, aber wegen seiner realistischen Schilderung der damaligen Zustände durchaus lesenswert. (Übers.: Michael Kleeberg)

Sonja Thienel
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