Seit Klimaschutz in der Öffentlichkeit ein Thema ist, sind Firmen darauf bedacht, ihre Produkte mit dem Etikett „umweltfreundlich" an den Kunden zu bringen. In Amerika hat sich dafür der Begriff „Greenwashing" eingebürgert. Ölindustrie, Autohersteller, Fluggesellschaften, Energiewirtschaft und viele andere Branchen versuchen, die Verbraucher von der angeblichen Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte zu überzeugen. Dabei wird, so der Autor, getäuscht und getrickst, dass sich die Balken biegen. Es geht eben meist um Gewinnmaximierung, nicht um einen Wettbewerb in Sachen Umweltschutz. Der Autor belegt darüber hinaus, dass einige Medien sich nicht zu schade dafür sind, bestimmten Interessengruppen bei dieser Volksverdummung Schützenhilfe zu leisten. Ein Beispiel aus dem Bayerischen Rundfunk wird ebenso angeführt, wie ein irreführendes Interview mit RWE-Chef Großmann in der Bild Zeitung. Toralf Staud war lange Jahre Hauptstadtkorrespondent der 'Zeit' und arbeitet heute als freiberuflicher Journalist.
Walter Brunhuber