Die Suche nach Glück schlägt sich seit Jahren in einer Fülle von seriösen bis seichten Ratgebern nieder. Deren Botschaften klingen ähnlich: mehr Bewegung, Interesse, lerne zu lieben, engagiere dich sozial ... Das Buch des Psychotherapeuten Russ Harris will den Leser/innen mit einer Art Akzeptanz-Strategie helfen, das Leben zu genießen, ohne in die „Glücksfalle“ zu tappen. Der Autor entlarvt die „Märchen“, die falschen Werte unserer Gesellschaft, den Zwang, unsere „innere Welt“ kontrollieren zu müssen. Im zweiten Schritt geht es um die Entschärfung unangenehmer Bilder und Gefühle, ohne diese zu verdrängen. In vielen Übungen wird die psychische Flexibilität gefördert, mit deren Hilfe wir in die Lage versetzt werden sollen, uns auf „unglückliche“ Ereignisse besser einzustellen. Harris erklärt seine Thesen nicht zum Dogma, vielmehr lassen sie Raum, selbst weiterzudenken. Ein interessanter, schlüssiger Ansatz, anschaulich erklärt. Zum Um- und Weiterdenken als Alternative empfohlen.
Lieselotte Banhard