Der irische Rockmusiker Tobey O Flynn macht sich Sorgen um seine Schwester Megan, die sich dem radikalen Tierund Umweltschutz verschrieben hat. Er verfolgt ihre Spur bis zu einer geheimnisvollen philippinischen Insel. Hier entdeckt er eine Forschungsstation, an der mit Bonobos gearbeitet wird. Diese Menschenaffen haben unter Aufsicht des Forschungsteams Erstaunliches gelernt. Tobey erfährt dort jedoch, dass seine Schwester ums Leben gekommen ist und erkennt, dass die Station die beste Zeit bereits hinter sich hat. Er sucht nach Gründen für den mysteriösen Tod und das geheimnisvolle Verhalten der verbliebenen Bewohner. Aus Megans Briefen an Tobey und durch Rückblenden in die Vergangenheit erfährt der Leser, wie Tobey den Weg zur Musik fand und wie Megan ihre Arbeit als Tierärztin an der Station hoffnungsfroh aufnahm, schließlich aber erkennen musste, dass selbst auf dieser abgelegenen Insel der Mensch egoistisch und zerstörerisch in die Tier- und Pflanzenwelt eingreift.
In der Figur der Megan meldet sich der Autor persönlich und deutlich zu Wort, denn Megans Weltsicht stimmt mit der seinen an vielen Stellen überein. Lapperts Roman ist ein Plädoyer für ein neues Verhältnis zu Tieren, zu unserer Umwelt, verpackt in eine wunderschöne, traurige Geschichte, die man am liebsten in einem Rutsch lesen möchte. Gern empfohlen.
Birgit Fromme