Frauen sind ihr Thema. Seit ihrem Durchbruch 1983 mit biografischen Essays über vergessene Frauen in der Wissenschaft („Der lautlose Aufbruch") hat Renate Feyl über Frauen geschrieben. Historische Romane über Caroline von Wolzogen (1763-1847), Sophie von La Roche (1730-1807) und zuletzt (2006) über Sophie Charlotte (1668-1705), die Frau König Friedrichs I. von Preußen. Auch ihr Versuch, dem Genre der historischen Romane zu entkommen, handelt von einer Frau. Die Architektin Vera ist Hauptfigur in dem Roman „Streuverluste" (2004), in dem es um Sehnsucht nach Anerkennung und Gleichberechtigung geht.
Am 30. Juli 2009 wird Renate Feyl 65 Jahre alt. Geboren 1944 in Prag, wuchs sie in Jena auf, arbeitete nach dem Abitur als freie Journalistin für verschiedene DDR-Zeitschriften, absolvierte eine Lehre als Buchhändlerin und studierte schließlich an der Humboldt-Universität in Berlin Philosophie. Heute lebt sie in Berlin.