Sara, Simon und Debora sind Kinder einer Fischerfamilie in Kafarnaum. Auch sie erleben den Rabbi Jeschua, der Aufregendes predigt, Kranke heilt und Kinder zu sich ruft. In der Familie wird ernsthaft über das, was er verkündet, geredet, auch die Kinder dürfen kritische Fragen stellen und ihre Meinung äußern. Während in der Familie der Alltag bestritten wird, leben sie ganz selbstverständlich in ihren jüdischen Wurzeln und Traditionen und können so das Neue der Botschaft Jeschuas erkennen. - Natürlich ist die Idee, neutestamentliche Abschnitte in eine Rahmenhandlung zu integrieren und die handelnden Personen die richtigen Fragen stellen zu lassen, nicht neu. Doch die Verknüpfung des alten und neuen Bundes an der Schnittstelle Jeschua ist sehr gut gelungen. Nicht nur gibt es einen sachkundigen Blick auf wichtige Aspekte jüdischen Glaubenslebens, auch das Unterscheidende wird aus der Sicht von Kindern reflektiert. Vignetten lockern den Fließtext auf, ganzseitige Darstellungen vertiefen einzelne Szenen. - Eine gelungene Präsentation von Leben und Botschaft Jesu, in einem etwas unhandlichen Format, als Einstieg oder Ergänzung zur klassischen Kinderbibel.
Astrid Frey