14.06.2012

Preisverdächtig!

Das Seminar vermittelt Praxiskonzepte zu den nominierten Titeln des Deutschen Jugendliteraturpreises. Im Rahmen dreier unterschiedlicher Workshops werden kreative Vermittlungsmethoden zu den Nominierungen in den Sparten Bilder-, Kinder- und Jugendbuch erarbeitet. [mehr]

weitere Termine

„Wenn wir nicht ab und zu was Verrücktes tun, können wir uns gleich begraben lassen." Mit diesen Worten kommentiert eine Kellnerin Harolds Vorhaben, zu Fuß 1000 Kilometer quer durch England zu laufen. Dadurch will er eine ehemalige Arbeitskollegin vor dem Krebstod retten, bei der er tief in der Schuld steht. Mich hat der Satz angesprochen, weil er von der Sehnsucht nach Lebendigkeit spricht, die in jedem Menschen wohnt. weiter

Ausgezeichnete Bücher

Entdecken Sie unsere Bücher des Monats!

Erweiterte SucheStandardsuche

Aktionen…

Schränkt die Suche auf Artikel ein, die Teil der Weihnachts- (WA), Kinderbuch- (KiBu) und/oder Erstkommunions-Ausstellung (EK) sind. Werden keine anderen Suchkriterien eingegeben, können Sie sich z.B. alle Artikel der Kinderbuchaustellung anzeigen lassen.

Familienbalancen

von Christiane Bundschuh-Schramm und Annegret Hiekisch. Schwabenverlag, Ostfildern 2010.

In einer Familie gibt es immer etwas zu tun: kochen, waschen, aufräumen, Kinder zu Terminen bringen, selbst Termine wahrnehmen. Wenn dann noch beide Eltern arbeiten wollen oder müssen, bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, geschweige denn Muße, um an sich selbst oder gar an Gott zu denken. Wie sich das Familienleben so gestalten lässt, dass Aufgaben und Freiräume einigermaßen ins Gleichgewicht gebracht werden können, zeigen Christiane Bundschuh-Schramm und Annegret Hiekisch in diesem Buch. Mit dem Bild der Balance machen die beiden Autorinnen deutlich, dass sich das menschliche Leben zwischen Polen abspielt, zwischen Arbeit und Freizeit, Anspannung und Entspannung. In vier Themenbereichen aus dem Familienalltag (Erziehungsbalancen, Partnerbalancen, Alltagsbalancen und religiöse Balancen) beschreiben sie, wie sich die verschiedenen Pole ausbalancieren lassen. Mit Balance meinen sie dabei keinen starren Zustand, sondern einen ständigen Ausgleich zwischen den Polen, so wie sich die Balancierstange eines Hochseilartisten ständig bewegt, wenn er über sein Seil läuft.

Ein solcher Balanceakt ist der zwischen Elternsein und Partner bleiben. Für ein gelingendes Familienleben ist beides nötig, auch wenn sich der Eltern-Pol ständig in den Vordergrund drängelt. Nur wenn auch Raum ist für die Liebe zwischen den Partnern, wenn sie sich zeigen kann in Zeiten zu zweit, sind die Partner auf Dauer in der Lage, auch Veränderungen und Krisen zu meistern. Auch das Gleichgewicht zwischen gemeinsam gestaltetem Leben und den eigenen Wünschen und Sehnsüchten gehört zu einer gelingenden Partnerschaft. Beide Partner brauchen Zeit und Raum, um sich selbst in den Blick zu nehmen und sich etwas Gutes zu tun. Diese Liebe zu sich selbst ist eine wichtige Voraussetzung, um auf andere Menschen zugehen zu können und befähigt erst zur Nächstenliebe. Für gläubige Menschen wurzelt diese Selbst- und Nächstenliebe grundlegend in der Ausrichtung auf Gott. Dass Gott das Fundament des Familienlebens ist, machen die Autorinnen nicht nur an dieser Stelle deutlich. In allen Kapiteln zeigen sie, wie sich die geistliche Grundlage des Familienlebens gestalten lässt.

Jede Beschreibung der Pole, zwischen denen sich das Familienleben in den unterschiedlichen Bereichen erstreckt, mündet in konkrete Vorschläge, wie Familien hier die Balance halten können. Dabei bringen die Autorinnen – beide Theologinnen – ihre eigenen Erfahrungen als berufstätige Mütter von zwei bzw. drei Kindern ein, was ihre Vorschläge familientauglich macht. Das bedeutet nicht, dass sie mit einem Patentrezept für ein gelingendes Familienleben aufwarten würden. Im Gegenteil, sie verstehen ihre Ausführungen als Denkanstöße, mit denen Familien sich auf die Suche nach der eigenen Balance machen können. Dennoch lassen sich zwei Grundhaltungen ausmachen, die zum Gelingen des Familienlebens entscheidend beitragen können: Achtsamkeit sowohl den äußeren Ereignissen gegenüber als auch den inneren Regungen und ein Grundvertrauen, das durch das Gefühl des Geborgenseins in Gott hervorgerufen wird. Die beiden Autorinnen leisten mit ihrem Buch einen wertvollen Beitrag zu einem ausbalancierten Familienleben, das mehr bietet als kochen, waschen und Fremdbestimmung durch Termine.

Christoph Holzapfel, Borromäusverein

Februar 2011

Hintergrund

Als “Religiöses Buch des Monats” benennen der Borromäusverein, Bonn, und der Sankt Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.

Religiöses Buch des Monats Februar 2011[mehr]

Familienbalancen

von Christiane Bundschuh-Schramm, Annegret Hiekisch
SCHWABENVERLAG(2010)
Hardcover
Wie das Miteinander gelingt Empfohlen ab 16 JahrenISBN-10: 3796615228 ISBN-13: 9783796615221 MedienNr.: 335994 17.90 €
Seite weiterempfehlenFormular schließen

Die mit einem * markierten Angaben sind Pflichtfelder.

Mein Borro Login

Mein Borro Login Neues Kundenkonto eröffnen
Vergessen?
Dieser Service erfolgt über eine sichere Verbindung.

Warenkorb

0  Artikel Ansehen

Newsletter & RSS-Feeds

Informieren Sie sich regelmäßig mit dem medienprofile-Newsletter und RSS-Feeds über aktuelle Empfehlungen und neue Rezensionen.

Buchprofile Express

...heißt bei uns medienprofile Vorschau. Jeden Monat neu besprochene Titel, über die wir Sie auch mit dem medienprofile-Newsletter informieren.