12.11.2010

Gruppen kompetent leiten. Training für Referent/innen und Teambegleiter/innen

Ziel dieser Fortbildung ist die Entwicklung und Festigung eines ebenso persönlichen wie authentischen Stils für Referententätigkeiten und Teambegleitung. Neben der Schulung des persönlichen Auftretens werden Kenntnisse im Bereich von Gruppendynamik und Gruppenprozessen sowie Methodeneinsatz und Didaktik vermittelt. [mehr]

weitere Termine

Immer wieder bieten uns gerade Romane Erinnerungen an tiefe Heimatgefühle an. Mitten in Schilderungen einschneidender Lebensphasen geben die Protagonisten Einblicke in Erfahrungen, Fixpunkte oder auch Lebenswenden begründende Geschehnisse, die weit mehr als diese eine Person, diese eine Geschichte berühren. weiter

Ausgezeichnete Bücher

Entdecken Sie unsere Bücher des Monats!

Erweiterte SucheStandardsuche

Aktionen…

Schränkt die Suche auf Artikel ein, die Teil der Weihnachts- (WA), Kinderbuch- (KiBu) und/oder Erstkommunions-Ausstellung (EK) sind. Werden keine anderen Suchkriterien eingegeben, können Sie sich z.B. alle Artikel der Kinderbuchaustellung anzeigen lassen.

Wie der Osterhase zum Osterei kam

Wissenswertes rund um Ostersymbole und -bräuche sowie Anregungen und Vorschläge zur Feier des Osterfestes in der Familie

Wie der Osterhase zum Osterei kam

Ein Gänsehaut-Moment, jedes Mal wieder: Die Osterkerze wird in der Osternacht in die dunkle Kirche getragen. Zunächst leuchtet in dem dunklen Kirchenraum nur ihre Flamme, ein kleines, aber kraftvolles Licht. Dann, nach dem dritten „Lumen Christi“, wird das Licht von der Osterkerze an die Menschen in der Kirche weitergegeben. Es wird heller und heller, die Dunkelheit muss weichen. Die Bedeutung dieses Rituals erschließt sich ohne Weiteres: Christus ist das Licht der Welt, er macht das Dunkel hell.

Mit Ostern sind eine ganze Reihe solcher ausdrucksstarker Symbole und Bräuche verbunden, die jedoch nicht immer so leicht verständlich sind wie das zunehmende Licht in der Osternacht. Der Osterhase und das Osterei gehören zu Ostern wie die Kamelle zum rheinischen Karneval – aber was haben sie mit dem christlichen Fest zu tun? Nicht zu vergessen das Kreuz, das als Ostersymbol meistens unter den Tisch fällt. Auch Ostereier suchen und in manchen Regionen die Segnung von Speisen oder das Schmücken von Brunnen gehören zum Fest - sind das christliche oder doch eher säkulare Bräuche?

Beginnen wir mit der Osterkerze. Sie symbolisiert den auferstandenen Christus, das Licht der Welt, und spielt deshalb in der Osternacht eine zentrale Rolle. Zu Beginn der Osternachtfeier wird sie an einem Feuer hergerichtet. Meist ist sie mit einem Kreuz, der Jahreszahl und den griechischen Buchstaben Alpha und Omega gestaltet. Sie stehen für Christus, der Anfang und Ende aller Zeiten ist und damit auch des jeweiligen Jahres. In einer kleinen Zeremonie steckt der Priester fünf mit rotem Wachs überformte Nägel an die Enden und in die Mitte des Kreuzes, die die Wunden Jesu darstellen. Viele Gläubige haben eine kleine Osterkerze dabei und nehmen sich das Osterlicht, das sie im Laufe des Gottesdienstes erhalten haben, mit nach Hause und lassen es dort als Erinnerung an die Auferstehung noch eine Weile brennen.

Säkulare Osteraccessoires?

Während der christliche Sinn der Osterkerze durch den liturgischen Bezug offensichtlich ist, muss man bei Osterhase und Ostereiern schon etwas genauer hinschauen. Seit Generationen erzählen Eltern ihren Kindern, dass der Osterhase die Ostereier bringe. Eine hübsche Geschichte, die mit Ostern jedoch nur noch ihre Protagonisten gemeinsam hat. Osterhase und Ostereier, die sich vor Ostern in den Supermärkten auftürmen, sind dennoch nicht nur säkulare Osteraccessoires, sondern Symbole mit einer langen, wechselvollen Geschichte. Beide erinnern die Christen an die Bedeutung ihres höchsten Festes: Gott hat seinen Sohn Jesus Christus von den Toten auferweckt und damit alle Menschen erlöst. Die Christen glauben deshalb, dass der Tod nicht mehr das letzte Wort hat, sondern das Tor zu einem neuen Leben in Gott ist.

Das Osterei wurde zum Symbol für die Auferstehung, weil hier ein auf den ersten Blick toter Gegenstand Leben birgt. „Wie das Küken aus dem Ei gekrochen, so hat Christus das Grab zerbrochen“, heißt es in einem Sinnspruch. Eine Legende erzählt von Katharina, einer jungen Frau, die sich im dritten Jahrhundert weigerte, die römischen Götter anzubeten und deshalb dem römischen Kaiser Maxentius vorgeführt wurde. Als Katharina ihm von Jesus und der Auferstehung erzählte, lachte der Kaiser sie aus und forderte einen Beweis. Sie sollte einen Stein bringen, den „ihr“ Gott zum Leben erweckt. Da kommt der jungen Frau die Idee, ein fast ausgebrütetes Entenei zu zeigen. Und wirklich, als sie den „Stein“ Maxentius zeigt, schlüpft genau in diesem Moment ein kleines Küken und dem Kaiser bleibt das Lachen im Halse stecken. (wunderschön illustriert nachzulesen in „Wie das Ei zum Osterei wurde“ von Hermann-Josef Frisch, MedienNr.: 287582).

Das Ei als Symbol der Auferstehung wird schon seit Jahrhunderten am Ostermorgen verschenkt. Ursprünglich war es rot gefärbt, die Farbe des Blutes stand für das Leben, das der Auferstandene den Christen versprochen hat. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten die Menschen viel Phantasie und Geschick, um Ostereier zu verzieren. In Ostereimuseen kann man besonders ausgefallene Stücke bewundern – und sich natürlich selbst als Eikünstler/in betätigen. Anregungen dazu finden sich z.B. in „Das große HausFamilienFesteFeierbuch“ (MedienNr.: 277822) und natürlich zuhauf im Internet.

Natürlich hat das Ei auch mit dem Frühling zu tun, über den sich die Christen an Ostern natürlich auch freuen – und der übrigens ebenfalls ein Ostersymbol ist: Die Natur erwacht zu neuem Leben, weshalb Weidenkätzchen und Osterglocken (!) zum bevorzugten Blumenschmuck an Ostern gehören. Früher war der Verzehr von Eiern während der Fastenzeit verboten, weil sie als „flüssiges Fleisch“ galten. Deshalb gab es an Ostern viele, viele Eier, schließlich konnte man den Hennen während der Fastenzeit das Legen nicht verbieten. Diese Eier dienten, auf verschiedene Weise haltbar gemacht, auch als Pachtzins.

Mit offenen Augen

Noch offensichtlicher ist die Verbindung von Frühlings- und Ostersymbol beim Osterhasen. Er gilt als das Tier, das im Frühling den ersten Nachwuchs zur Welt bringt. Wie der Hase zum Osterhasen wurde, ist nicht endgültig geklärt, beteiligt daran waren auf jeden Fall eine Legende aus der Ostkirche und die Schokoladenindustrie.

Die Legende aus der Ostkirche sagt dem Hasen nach, dass er mit offenen Augen schlafe. Weil Jesus nach dem Johannesevangelium in einem Garten (Joh. 19, 41.42) bestattet wurde und die Auferstehung nachts geschehen sein muss – die Evangelien berichten übereinstimmend, dass die Frauen das leere Grab früh morgens entdeckten – erzählt die Legende, dass die Hasen, die in dem Garten lebten, Zeugen der Auferstehung wurden.

Eine andere Erklärung sieht in dem Hasen ein doppeldeutiges Sinnbild, dessen Wurzeln in der griechischen Mythologie liegen. Bei den alten Griechen war der Hase wegen seiner sprichwörtlichen Fruchtbarkeit das Symboltier der Liebesgöttin Aphrodite. Den frühen christlichen Gelehrten, den sog. Kirchenvätern, galt er deshalb als Symbol für Sinnlichkeit und damit als Hinweis auf die Sündhaftigkeit der Menschen. Doch die Fruchtbarkeit des Hasen kann man eben auch als Sinnbild für Lebenskraft und neues Leben sehen. So konnte der Hase in der christlichen Symbolwelt beides verkörpern: Die mahnende Erinnerung an den durch die Erbsünde belasteten Menschen und die Freude über die Auferstehung und das von Christus verheißene neue Leben.

Damit ist die Frage, wie der Hase zum Osterhasen wurde, allerdings noch nicht geklärt. Der Brauchtumsfachmann Manfred Becker-Huberti schreibt auf seiner Internetseite www.religioeses-brauchtum.de, es handle sich vermutlich um einen Brauch, der ursprünglich in den protestantischen Gebieten Deutschlands entstanden ist, als Abgrenzung zu den katholischen Osterbräuchen. Im 19. Jh. verstärkten zudem die Sehnsucht nach einer heilen Familienwelt im protestantisch geprägten Bürgertum und die aufkommende Süßwarenindustrie den Siegeszug des Osterhasen. Heute kann die Süßwarenindustrie mit dem Osterhasen mehr Schokolade umsetzen als mit Weihnachtsmännern.

Ostereier suchen und andere Bräuche

Dass der Osterhase die Ostereier bringt, haben wir vermutlich ebenfalls dem Siegeszug der Schokolade zu verdanken. Der Brauch, Ostereier zu suchen, ist dagegen älter und eindeutig christlichen Ursprungs. Er erinnert daran, dass am Ostermorgen Frauen aus dem Kreis der Jünger (im Johannes-Evangelium auch Petrus und Johannes) zum Grab kamen und seinen Leichnam suchten, um ihn einzubalsamieren.

In vielen Regionen ist es zudem Brauch, nach dem Ostergottesdienst Eier und andere Speisen zu segnen. Diese Speisesegnung bringt zum Ausdruck, dass nach der langen Fastenzeit auch der Genuss unter dem Segen Gottes steht. Der Segen Gottes, seine lebensspendende Kraft wird durch das Weihwasser symbolisiert, das in der Osternacht feierlich geweiht wird. Dazu taucht der Priester oder der Diakon die Osterkerze in das Wasser ein und erinnert im Gebet an die Auferstehung. In der alten Kirche war die Osternacht der wichtigste Tauftermin, ein Brauch, der heute in vielen Gemeinden wieder praktiziert wird. Selbst wenn niemand getauft wird, erneuert die Gemeinde in der Osternacht ihr Taufversprechen. Auch die mancherorts zu Ostern festlich geschmückten Brunnen erinnern an den lebensspendenden Segen Gottes, der nicht nur für das geistliche und körperliche Wohl der Menschen bedeutend ist, sondern auch für das Gedeihen der Pflanzen und Tiere.

Das Kreuz

Ein wichtiges Ostersymbol wird über die Freude an der Auferstehung gerne verdrängt: das Kreuz. Während Ei und Hase freundliche und friedliche Symbole sind, stört das Kreuz die Festtagsstimmung eher. Es steht in erster Linie für den brutalen Tod Jesu – aber gerade deshalb sollte es auch nach dem Karfreitag nicht ganz aus dem Blick geraten. Nicht umsonst ist es für die Christen aller Konfessionen das Erkennungszeichen. Denn das Kreuz erinnert daran, dass Gott in Jesus Christus alles erlebt und erlitten hat, was ein Menschenleben zu bieten hat, auch Folter und Tod. Die christliche Botschaft von der Liebe Gottes, von Erlösung und Heil wäre ohne Kreuz leeres Gerede. Ostern können die Christen nur feiern, weil es auch einen Karfreitag gegeben hat. Das Kreuz ist die Zusage Gottes, dass er auch in Leid und Tod zu den Menschen hält. Angedeutete Knospen an den Kreuzbalken oder Edelsteine sind daher nicht Ausdruck einer fehlgeleiteten Verklärung von Leid – so wenig übrigens wie die Kreuzverehrung am Karfreitag –, sondern Zeichen des Osterglaubens.

Ostern in der Familie feiern

Für Kinder ist es hilfreich, wenn die Erwachsenen ihnen die Ostersymbole und -bräuche erklären können. Noch wichtiger aber ist es, die Kar- und Ostertage mit allen Sinnen zu feiern: Palmstöcke zu Palmsonntag basteln, Ostereier färben, eine Osterkerze gestalten. Sie können das im kleinen Kreis der Familie tun, oder sie tun sich mit Gleichgesinnten zusammen, privat oder in der Kirchengemeinde. Die Kar- und Ostertage sind von zahlreichen Gottesdiensten geprägt: die Erinnerung an das letzte Abendmahl und den Ursprung der Eucharistiefeier am Gründonnerstag, die Karliturgie am Karfreitag und die Auferstehungsfeier in der Osternacht oder am frühen Ostersonntagmorgen werden sogar als ein Gottesdienst gefeiert. Diese Gottesdienste tragen ihren Teil zu einem intensiven Erleben der Kar- und Ostertage bei, sind allerdings nicht immer familienkompatibel. Viele Gemeinden bieten am Karfreitag einen Kreuzweg für Kinder an, weil die Karliturgie Kindern in vielen Punkten unverständlich bleibt. Auch ein festlicher Ostergottesdienst kann allein schon durch seine Länge kleinere Kinder überfordern. Hier hilft Familien nur, sich aufzuteilen oder sich einen familienkompatiblen Gottesdienst in den Nachbargemeinden zu suchen. Alternativ können Familien sich natürlich bereits im Vorfeld in die Gestaltung der Kar- und Ostertage einbringen und z.B. über Familienkreise eine Kinderbetreuung während des Gottesdienstes oder einen Familiengottesdienst anregen.

Ostern ist ein Gemeinschaftsfest. Am Ostermorgen waren die Jünger, die nach dem Tod Jesu in Jerusalem geblieben waren, zusammen. Ostern ist daher - wie Weihnachten - ein klassisches Familienfest. Die Ostererzählungen der Evangelien können aber auch Anlass sein, Ostern in einer größeren Gemeinschaft zu feiern. Organisieren Sie doch in der Kirchengemeinde oder im Familienkreis nach dem Ostergottesdienst ein fröhliches Frühstück oder einen Brunch. Und wer sagt, dass eine Ostereiersuche nur im eigenen Garten oder in der Wohnung möglich sein soll? Wenn Sie Kindern (und Jugendlichen) etwas Gutes tun wollen, machen Sie doch eine Schatzsuche oder eine Schnitzeljagd auf den Spuren des Osterhasen daraus. Gerade wenn für den Ostersonntag auch ein Festessen geplant ist, tut allen Beteiligten diese Form der Bewegung sicher gut.

Osterei mit Auferstehungsbekenntnis

Ein Küken schlüpft

Quelle: smuki196 / youtube.com
Osterkerzen aus dem Sortiment der borro medien gmbh

 

 

 

 

 

Süßer Kuchen zum Ostersonntag

Ei mit Osterhymnus

Medienempfehlungen[mehr]

Ostern feiern

Medienempfehlungen zur Fastenzeit und Tipps zur Gestaltung der Kar- und Ostertage in der Familie [mehr]

Medienlisten[mehr]

Basteln - Dekorieren - Unterhalten

Medientipps für neue Bücher im Frühling [mehr]

Seite weiterempfehlenFormular schließen

Die mit einem * markierten Angaben sind Pflichtfelder.

Mein Borro Login

Mein Borro Login Neues Kundenkonto eröffnen
Vergessen?
Dieser Service erfolgt über eine sichere Verbindung.

Warenkorb

0  Artikel Ansehen

Newsletter & RSS-Feeds

Informieren Sie sich regelmäßig mit dem medienprofile-Newsletter und RSS-Feeds über aktuelle Empfehlungen und neue Rezensionen.

Buchprofile Express

...heißt bei uns medienprofile Vorschau. Jeden Monat neue Titel, über die wir Sie auch mit dem medienprofile-Newsletter informieren.