Manche Themen finden in Filmen, Literatur oder bildender Kunst immer wieder neue Nacherzählungen, die alle Antwortversuche für die Menschen zu dem faktisch nicht Erklärbaren formulieren. Da ist in jüngster Zeit mehrfach versucht worden, der nicht eindeutigen Identität William Shakespeares auf die Spur zu kommen. Die Rätsel in der Biografie und dem wissenschaftlichen Lebensertrag Albert Einsteins sind ebenfalls noch nicht gelöst. Gibt es da neben seiner mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Lebensformel noch weitere bahnbrechende Erkenntnisse, die aus Furcht vor der Wahrheit oder den Konsequenzen geheim gehalten werden? Hat er selbst eine Geheimhaltung verfügt? Und wer hat ihn eigentlich inspiriert zu seinen wissenschaftlichen Leistungen? Wirklich eine Einzeltat? In diesem spannenden Roman voller Leben und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts suchen ein junger Wissenschaftsjournalist und eine eher unnahbare Einstein-Biografin nach den offenen Geheimnissen des Genies. Sie suchen nach weiteren Formeln und nach den persönlichen Lebensbezügen und Quellen Einsteins. Und der Autor stellt ihrer Suche Sätze aus den Schriften Einstein voran. Besonders eindrücklich für mich: „Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen.“ (S. 60) (Pit)