Auf der Suche nach etwas Wertvollem, was er in einem Pfandhaus zu Geld machen kann, stößt Domcik auf das Geschenk seiner Eltern an ihn zur Erstkommunion. Und weil er sich Ende der 1960 Jahre unbedingt das „Weiße Album“ der Beatles kaufen will, stiehlt er dieses für ihn wertlose Geschenk aus dem Schmuckkästchen der Mutter und trägt es ins Pfandhaus: „Manschettenknöpfe – gab es etwas Überflüssigeres, Spießigeres, Etablierteres?“ (S. 32) Damit wandelt sich das goldene Geschenk der Eltern in eine Währung, die auch für den Sohn einen außergewöhnlichen Wert hat. „Nie wieder“, erinnert sich Domcik, „hat mich der Kauf von irgendetwas so befriedigt wie dieser“. (S. 33) Es sind Notate wie diese in Modicks Geschichtensammlung, die mich nach den Werten der eigenen Eltern und meiner Kinder im Vergleich zu meinen eigenen fragen lassen. Welche kaufbaren Gegenstände waren jenen, sind mir, könnten der nächsten Generation etwas wert sein? Welche Chancen haben wir, bleibende Werte zu erzeugen und weiterzugeben. Der kleiner Trost, dass manche Besitztümer, wie die Manschettenknöpfe, einfach einige Jahr(zehnte) liegen bleiben müssen, bis ihr Wert wieder respektiert wird, hilft nur über wenige Stufen. Gutscheine schenken, die oft nicht eingelöst werden, scheint ebenfalls kein Weg. Gesprächszeit, Gebetszeit, Besuchszeit? Eine bleibende Aufgabe. (Pit)