24.02.2012

Spurensuche

Wer sind sie, die Helden der Nachhaltigkeit? Was müssen die Figuren in den Geschichten heute tun, um die Welt zu retten? Kann man angesichts der überall herrschenden Unübersichtlichkeit der Verhältnisse überhaupt noch handeln, literarisch oder real? Welche Impulse gibt ein christlicher Schöpfungsglaube? Und kann so ein sachliches und eher abstraktes Thema überhaupt spannend aufbereitet werden und literarisch ankommen? [mehr]

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Eine Frau und ein Mann begegnen sich in einem Wellnesshotel. Sie möchte ein neues Videoprojekt realisieren, er sucht nach einem Weg aus der Schreibblockade. Beide haben unruhige Zeiten und manches Unbearbeitete und Nichtverdaute im Lebensgepäck. Durch wechselseitiges Beäugen, Begleiten in Gedanken ... weiter

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Der schwarze Himmel / ausgewrungen / bis zum Knirschen

aus "Die Hoffnung fährt schwarz" von Anton G. Leitner (Hg.). Sankt Michaelsbund, München 2010.

Allein die erste Strophe genügt als Denksatz für viele Tage: „Der schwarze Himmel/ausgewrungen/bis zum Knirschen -“. (S. 34) Es ist ein Satz für all diese Tage, an denen ich den Eindruck habe, es kommt immer noch ein Stückchen mehr auf die manches Mal doch bereits wirklich ausreichend vorhandenen weniger guten Nachrichten. Das Dunkle dominiert nicht allein durch seine fehlende Farbigkeit, die auch an schlechten Tagen über eine schlechte Grundstimmung hinweghelfen kann. Nein, „der schwarze Himmel“ ist auch noch bis zum Knirschen „ausgewrungen“. Nichts scheint mehr zu gehen. Doch auf diese erste Strophe lässt der Lyriker Ludwig Steinherr in einem zweiten Dreizeiler eine unverhoffte Wendung folgen: „Auf Glasscherben/keimen Tropfen/von Licht“. Nehmen die Glasscherben noch den zerstörerischen Zustand der ersten Strophe auf, so kommt dem Verb „keimen“ das Wendesignal zur Hoffnung zu. Die Tropfen auf dem zerstörten Glas spiegeln mit dem Licht auch Veränderungen am Himmel wider. Sechs Zeilen fangen die gesamte Spannung des Lebens, von der Hoffnungslosigkeit bis zur erkennbaren Hoffnung, ein. Solche Hoffnungsgedichte zeitgenössischer Autoren, gesammelt aus Anlass des 2. Ökumenischen Kirchentages unter dem Motto „Damit ihr Hoffnung habt“, zeigen die Sprachkraft von Literaten und ihre Hoffnung, die „weder Fahrkarte noch Visum“ braucht, wie es im Vorwort dieser Anthologie heißt. (Pit)

meinsatz

In dieser regelmäßig erscheinenden Kolumne hält Rolf Pitsch fest, was bei und nach der einmaligen oder mehrmaligen Lektüre von einem Text besonders in Erinnerung blieb und im Leserkopf weiterwirkt.

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Die Hoffnung fährt schwarz

von Anton G. Leitner
VERLAG SANKT MICHAELSBUND(2010)
Hardcover
Gedichte ISBN-10: 3939905607 ISBN-13: 9783939905608 MedienNr.: 328643
Führen wir nicht bzw. nicht mehr. 10.00 €
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