Jonas erinnert sich am Ende seines Lebens an eine Aussage, die seinem Vater entgegengehalten wurde. Dieser glaubte in der Vernichtung einer großen Ernte den Willen Gottes erkennen zu können. Und ein Händler widerspricht ihm: „Dort, wo Menschen das Sagen haben, wird der Wille des Herrn missachtet. Es ist ungerecht, ihm die Missetaten, die allein wir Menschen verüben, anzulasten.“ Für den Vater, einen Strenggläubigen waren die Entscheidungen des Alltags gleichzeitig auch der Wille Gottes, dem er sich einerseits beugte und gegen den er sich andererseits - unter Aufbietung allerletzter Kräfte - aufbäumte. In dieser Fixierung sah er viele Hilfsangebote nicht. Allein für seinen erstgeborenen und einzigen Sohn war er bereit, die ausgestreckte Hand des eigenen Bruders anzunehmen. So kam Jonas unfreiwillig und nach großen Qualen zu einer Zukunftsperspektive. Er vergisst dieses falsche Handeln des eigenen Vaters nicht und ihm ist an einigen entscheidenden Lebenswendepunkten klar, dass er selbst über den Tellerrand seiner eigenen Familie, der eigenen Religion, der eigenen Herkunft schauen kann und muss, um dem Willen des Schöpfergottes gerecht werden zu können. (Pit)