Oskar und Jule sind einander zugewandt. Er lädt sie zum Picknick ein und wünscht sich, dass sie Lakritze mitbringt. Sie sagt zu und wünscht sich ein Getränk. Weil ihr Fahrrad defekt ist, muss er lange am Treffpunkt auf sie warten. Und nachdem sie sich über die Vorzüge von schwarzen und roten Lakritzen ausgetauscht haben, kommen sie bei den blauen und dem Farbvergleich mit der Himmelsfarbe auf die Frage, ob es denn im Himmel auch Lakritze gibt. Und schon entspinnt sich ein Dialog über diesen fremden Ort, dem beide in ihrer reichen, leicht zu zeichnenden Phantasie sehr viel Gutes abgewinnen können. Selbst für den Fall, dass sie sich dort vielleicht nicht mehr wiedererkennen, finden sie ein gute Lösung: „Aber wenn wir uns treffen und uns nicht mehr kennen, dann können wir ganz ja ganz neu Freunde werden.“ (S. 34/35) Was ja ganz einfach ist, denn beide werden wieder ein Getränk und Lakritze dabei haben. Eine einfach reizende wie nachdenkliche Freundschaftsgeschichte – über den Tag hinaus. (Pit)