Die erlebte und erlesene Geschichte ist reich an solchen Sprachbildern: „Manchmal leben die Geschichten eines Träumers weiter, wenn die Taten der Häuptlinge längst vergessen sind.“ (S. 76) Und immer wieder kann man als Leser nur dankbar sein für Texte, die einen über den aktuellen Tag, die eigene Denkwelt und die eigene Lebenszeit hinausreichende Sichten in Erinnerung bringen. Und wenn dieses Memorieren mit der dem Autor Erich Jooß eigenen Sprachkraft gelingt, die Erfahrungen zwischen Menschen, mit dem Schöpfer, der Schöpfung spürbar formuliert, dann ist wieder ein Stück Distanz zum allzu Schnellen und Menschlichen erreicht. Mit seinen Märchen „von Not und vom Glück, vom Scheitern und vom Gelingen“, „von wunderbaren Zeichen und Träumen“ und „von einer anderen Welt“ entführt der Autor in scheinbar bekannte Texte ganz verschiedener Herkünfte. Und er verknüpft durch eigene Formgebungen und neue erzählerische Elemente dies irgendwie Vertraute mit neuen Wendungen, die das Bekannte neu zur Wirkung kommen lassen. – Weiß Gott mehr als Geschichten für Kinder oder nur zum Vorlesen für Kinder! (Pit)