14.06.2012

Preisverdächtig!

Das Seminar vermittelt Praxiskonzepte zu den nominierten Titeln des Deutschen Jugendliteraturpreises. Im Rahmen dreier unterschiedlicher Workshops werden kreative Vermittlungsmethoden zu den Nominierungen in den Sparten Bilder-, Kinder- und Jugendbuch erarbeitet. [mehr]

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„Wenn wir nicht ab und zu was Verrücktes tun, können wir uns gleich begraben lassen." Mit diesen Worten kommentiert eine Kellnerin Harolds Vorhaben, zu Fuß 1000 Kilometer quer durch England zu laufen. Dadurch will er eine ehemalige Arbeitskollegin vor dem Krebstod retten, bei der er tief in der Schuld steht. Mich hat der Satz angesprochen, weil er von der Sehnsucht nach Lebendigkeit spricht, die in jedem Menschen wohnt. weiter

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Literaturnobelpreis 2010

Mario Vargas Llosa erhält den Nobelpreis für Literatur 2010. Das gab die Schwedische Akademie am 7. Oktober 2010 in Stockholm bekannt. Die Akademie ehrt ihn „für seine Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“. Der Literaturnobelpreis ist mit zehn Millionen Kronen (ca. 1,07 Millionen Euro) dotiert und wird am 10. Dezember in Stockholm überreicht.

Mario Vargas Llosa wurde 1936 in Arequipa geboren. Der peruanische Schriftsteller ist einer der führenden lateinamerikanischen Romanciers und Essayisten. Er promovierte über Gabriel García Márquez, sein erster Roman erschien 1963 (Die Stadt und die Hunde). 1989 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático für die peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag 1990 im zweiten Wahlgang. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück und wandte sich wieder der Literatur zu. Als Professor für lateinamerikanische Literatur hielt er verschiedene Gastprofessuren in den USA und England. Heute lebt Mario Vargas Llosa in London, Paris, Madrid und Lima. Er ist in zweiter Ehe verheiratet und hat mit seiner Frau Patricia drei Kinder.

Viele von Vargas Llosas Werken spielen in Peru oder anderen Ländern Lateinamerikas und kritisieren korrupte und undemokratische Systeme, seien sie nun links- oder rechtsorientiert. Dafür wurde der Peruaner oft scharf angegriffen, aber sein Werk auch mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt, darunter der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1996). Im November erscheint sein neuer Roman „El sueño del celta“ (Der Traum des Kelten) über das Leben des irischen Nationalhelden Roger Casement.

© Jerry Bauer

Borro-Rezensionen zu Titeln von Mario Vargas Llosa[mehr]

Das böse Mädchen

von Mario Vargas Llosa
SUHRKAMP(2006)
Hardcover
Roman ISBN-10: 3518418327 ISBN-13: 9783518418321 MedienNr.: 259130 24.80 €
Borro-Rezension

Fesselnde Chronik einer obsessiven weltumspannenden Liebe 1950-1990.

Im Sommer 1950 verliebt sich Ich-Erzähler Ricardo mit 15 Jahren “wie ein Mondkalb” in Lily, die gewagt wie keine den Mambo tanzt, kokett die Chilenin mimt, um im Reichenviertel von Lima ihre Herkunft aus den Slums zu verbergen und ihn strikt auf Dist [mehr]

Lotte Husung

Das Paradies ist anderswo

von Mario Vargas Llosa
SUHRKAMP(2004)
Hardcover
Roman ISBN-10: 3518416006 ISBN-13: 9783518416006 MedienNr.: 208017 24.90 €
Borro-Rezension

Roman über Paul Gauguin und seine Großmutter Flora Tristan, die beide vergeblich nach einem irdischen Paradies suchten.

Ernüchtert durch ihr eigenes Schicksal als uneheliches Kind begeistert sich Flora Tristan Anfang des 19. Jh. für sozialistische Gedanken. Sie reist durch Frankreich, kämpft für Arbeiter- und Frauenrechte. Selbst völlig verarmt, sucht Flora nach einig [mehr]

Josef Schnurrer

Das Fest des Ziegenbocks

von Mario Vargas Llosa
SUHRKAMP(2001)
Hardcover
Roman ISBN-10: 3518412329 ISBN-13: 9783518412329 MedienNr.: 527648
Vergriffen, keine Neuauflage 25.99 €
Borro-Rezension

Atmosphärisch dichte Schilderung der grausamen Willkürherrschaft eines südamerikanischen Diktators.

Der neue Roman des bekannten peruanischen Autors erzählt die Geschichte des dominikanischen Diktators Rafael Leonidas Trujillo, der nach einem Militärputsch von 1930 bis 1961 das Land seiner Schreckensherrschaft unterwarf. Von den USA wurde er als Ba [mehr]

Thomas Steinherr
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