Die Jury hat am 14. Oktober 2011 ausschließlich deutschsprachige Autoren mit der "Momo" ausgezeichnet. Im Bilderbuch ging der Preis an Martin Baltscheits "Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor", in dem das Thema Demenz anschaulich und sensibel präsentiert wird. In der Kinderbuchsparte hat Milena Baischs "Anton taucht ab" gewonnen, eine Heldengeschichte der leisen Töne. Als bestes Jugendbuch wurde Wolfgang Herrndorfs Roman "Tschick" ausgezeichnet, der jugendrelevante Themen mit scharfer Beobachtungsgabe umsetzt. Das beste Sachbuch ist Alexandra Maxeiners und Anke Kuhls "Alles Familie!", ein Bilderbuch über alle möglichen Familienformen.
Die Jugendjury, bestehend aus sechs Jugendleseclubs, war von Ursula Poznanskis "Erebos" begeistert, unter anderem wegen der aktuellen Thematik Computerspiele. Mit dem Sonderpreis für das Gesamtwerk Übersetzung ging an Tobias Scheffel.
Der international ausgerichtete Deutsche Jugendliteraturpreis zeichnet herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur aus und wird jeweils auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben und verliehen. Er ist der einzige deutsche Staatspreis für Literatur, gestiftet und vergeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ein Sonderpreis wird im jährlichen Wechsel an deutsche Autoren, Illustratoren oder Übersetzer für ihr Gesamtwerk vergeben.