Seine Freunde nannten ihn den Unnachahmlichen, Ralph Waldo Emerson sagte einmal über ihn: „Er ist so sehr Künstler, um noch eine Faser Natur in sich zu haben. Er erschreckt mich!“ Schon zu seinen Lebzeiten war Charles Dickens erfolgreich und allerorts anerkannt, nach seinem Tod wurde er im Poets‘ Corner in der Westminster Abbey beigesetzt und die Rückseite des 10 Pfund-Scheins ziert sein Konterfei.
Doch das war nicht immer so. Geboren am 7. Februar 1812 musste der kleine Charles schon früh die bittere Erfahrung der Armut machen. Sein Vater kam 1824 ins Schuldgefängnis, die Familie Dickens zog zu ihm. Dem 12-jährigen Charles oblag es nun, für den Lebenserhalt der Familie zu sorgen, für ein Jahr musste er in einer Schuhwichsfabrik arbeiten. Ein Trauma, das ihn Zeit seines Lebens nicht mehr losließ. Bis zu seinem Tod arbeitete er bis zur Erschöpfung und veranstaltete zahlreiche öffentliche Lesungen um seinen Reichtum stetig zu mehren. Auch seine Romane, allen voran David Copperfield, weisen autobiografische Züge auf, seine Helden sind oft auf schicksalhafte Weise fremdbestimmt.
Noch heute ist sein Ruhm ungebrochen und so wundert es nicht, dass es im „Dickensjahr“ eine Vielzahl an Veranstaltungen und Ehrungen im britischen Mutterland geben wird. Besondere Erwähnung verdient hier sicherlich die Ausstellung „Dickens und London“ des Museum of London, die sich der symbiotischen Beziehung von Dickens zur Hauptstadt widmet.
Die folgende Medienliste sieht sich als Anregung, um auf Leben und Werk Charles Dickens aufmerksam zu machen. Anspruch auf Vollständigkeit erhebt sie nicht. Lassen Sie sich entführen in das London des 19. Jahrhunderts und erfreuen sie sich an den unnachahmlichen Gestalten aus der Feder Charles Dickens’.