Gegen iPad und E-Book wirken Bücher und Zeitungen wie Dinosaurier. Dass ihre Zeit abgelaufen sei, war in der Vergangenheit häufiger zu hören; die Buch- und Medienbranche sorgt sich pünktlich zum Verkaufsstart von Apples iPad wieder einmal um das Ende des gedruckten Wortes. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Die Deutschen seien nach wie vor Leseratten, meldete die Gesellschaft für Konsumforschung (gfk) im März. 2009 kauften 36 Millionen Deutsche 400 Millionen Bücher - Apple will dagegen bis Jahresende 500.000 iPads in Deutschland verkauft haben; bis 2011 sollen einer Studie zufolge 170.000 E-Book-Reader verkauft worden sein.
Keine Frage, unsere Lesegewohnheiten werden sich weiter verändern; Unkenrufe vom Ende des gedruckten Wortes erscheinen jedoch übertrieben. Dazu ist das Buch einfach zu attraktiv: man braucht keine Batterien, um darin zu lesen (gut, bei Dunkelheit sind Taschenlampe oder Nachtlicht von Vorteil ...), es ist leicht, liegt gut in der Hand, ist im Vergleich (noch) unschlagbar günstig; außerdem zeigen Studien, dass sich gerade umfangreichere Texte in gedruckter Form besser lesen lassen.
Der Buchsonntag am 7. November 2010 ist die Gelegenheit, Menschen für Bücher zu begeistern. Auf unserer Medienliste finden Sie Bücher, in denen Bücher die Hauptrolle spielen, ob es nun um die Geschichte der Buchkultur geht oder um Bücher als (Über-)Lebenshilfe, wie etwa in John Connollys Roman „Das Buch der verlorenen Dinge".